Eines unserer Entwicklungsteams beim Scrum-Daily

Softwareentwicklung für GODYO P4

Überblick über die verwendeten Werkzeuge, Technologien und Vorgehensweisen

Die Prinzipien der testgetriebenen Entwicklung sowie Continuous Build and Integration (permanente Integration) sind Kernbestandteil der Softwareentwicklung für GODYO P4. Dieser Artikel beleuchtet das Vorgehen und die Werkzeuge, die diese Entwicklungsprinzipien ermöglichen und unterstützen.

JIRA – Organisation des Arbeitsvorrats
Die Aufgaben der Entwickler werden im Ticketsystem Atlassian JIRA verwaltet. Kunden können über dieses Werkzeug Aufgaben erstellen und beispielsweise den Ticketstatus und -verlauf einsehen. Der Arbeitsvorrat für das Team wird vor dem Sprintstart vom Product Owner festgelegt und priorisiert.

Eclipse IDE – Testerstellung und Codeänderungen
Die Entwickler verwenden für die Programmierung die Integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) Eclipse. Durch die Integration von JIRA können diese in der Entwicklungsumgebung die Tickets einsehen und bearbeiten. Das Prinzip der testgetriebenen Entwicklung besagt, dass vor der eigentlichen Anpassung der Software ein automatischer Test erstellt wird, der das gewünschte Ergebnis abbildet. Dieser Test schlägt fehl, solange die Software-Anpassung nicht erfolgt ist. Nach der Anpassung findet eine Prüfung des Entwicklers durch eine erneute Ausführung des Tests statt. Ist die Anpassung erfolgreich, läuft der automatische Testablauf fehlerfrei durch und die Änderung, die mit diesem Ticket umgesetzt werden sollte, ist fertig. Dieses Vorgehen eignet sich insbesondere für die Bearbeitung von Fehlern.

Am Ende der Programmierung kann es sinnvoll sein, zusätzliche Oberflächentests zu erstellen, die den gesamten Ablauf bzw. die Integration in das Gesamtsystem prüfen. Diese Prozesse werden ergänzt durch eine gegenseitige teaminterne Qualitätssicherung.

Durch dieses Vorgehen soll sichergestellt werden, dass Änderungen an der Software keine vorhandene Funktionalität beeinträchtigen oder neue Fehler erzeugen.

Subversion – Versionsverwaltung für den Quelltext
Nach Fertigstellung der Programmierung werden die geänderten Quellen in die zentrale Quelltextverwaltung Subversion übertragen. Dabei werden die JIRA-Tasknummer und ein Kommentar zur Anpassung mit den Änderungen verknüpft. Dies ermöglicht sowohl die spätere Recherche wann, von wem und warum eine konkrete Änderung durchgeführt wurde als auch die Rückkopplung vom JIRA-Ticket zu den damit notwendigen Quelltextänderungen.

Jenkins – Continuous Build and Integration
Um sicherzustellen, dass alle Änderungen übernommen wurden und keine Probleme mit Änderungen anderer Entwickler aufgetreten sind, wird nach jeder Quelltextänderung ein automatischer Build der Software ausgelöst. Dieser automatische Prozess nutzt den letzten Stand des Quelltextes aus der Versionsverwaltung Subversion und kompiliert diesen. Nach erfolgreicher Übersetzung des Quelltextes werden alle automatischen Tests ausgeführt und überprüft, ob es dabei Fehlschläge gab. Der gesamte Prozess dauert bei GODYO P4 ca. 45 Minuten für den Java-Teil und ca. 30 Minuten für den PL/SQL-Teil.

SonarQube – Codeanalyse
Zusätzlich nutzen wir das Werkzeug SonarQube zur Analyse des Quelltextes. Grundlage bilden dabei vordefinierte und selbst erstellte Metriken, die z.B. zur Überprüfung der Einhaltung von  Programmierrichtlinien benutzt werden können. Außerdem unterstützt das Werkzeug bei der Analyse nach möglichen Problemen und fehlerhaften Anweisungen. Das Ergebnis dieser Analyse wird allen Entwicklern über eine Web-Oberfläche zur Verfügung gestellt und bietet verschiedene Auswertungen und Suchmöglichkeiten. Da die verschiedenen Analysen in einer Datenbank angelegtwerden, können auch Trends und die stetige Verbesserung des Quelltextes abgerufen werden.

GODYO P4 SonarQube

Abbildung 1 – SonarQube

Abbildung 1 visualisiert exemplarisch eine Auswertung für den Client von GODYO P4. Dieser Prozess wird mehrmals täglich durchlaufen, um dem Entwickler möglichst schnell Feedback zu liefern, ob durch Änderungen Probleme entstanden sind. Die Integration von SonarQube in die Entwicklungsumgebung Eclipse unterstützt die Entwickler zudem bei der stetigen Verbesserung der Quellcode-Qualität. Der Entwicklungssprint endet mit dem Erstellen eines neuen Releases. Dieser wird zusätzlich noch verschiedenen Qualitätssicherungsmaßnahmen unterzogen, bevor er dann den Kunden zur Verfügung gestellt wird.

Fazit

Die verschiedenen Werkzeuge und Vorgehensweisen ermöglichen den Entwicklungsteams das frühzeitige Erkennen und Beheben von Problemen, die durch Änderungen entstehen können. Zusätzlich erzielen die verschiedenen Kennzahlen und Metriken die kontinuierliche Verbesserung des Quelltextes und die Visualisierung dieses Fortschritts. Wir besitzen umfangreiche Kenntnissen im Umgang und der Administration dieser Werkzeuge und haben sie gezielt auf die Bedürfnisse unserer Entwicklungsprozesse und Produkte angepasst. Sollten Sie Fragen zu den Werkzeugen haben oder anderweitige Unterstützung benötigen, können Sie uns gern kontaktieren.

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